Die Apokalypse des Johannes

Bindeglied zwischen jüdischer Mystik und christlich-anthroposophischer Geisteswissenschaft

November 2018, 96 S., kt.,
€ 12.– / Fr. 14.–, ISBN 978-3-03769-056-7
  • Der jüdisch-mystische Einweihungsweg und die Einweihung bei Johannes
  • Der Evangelist Johannes, das Lazarus-Mysterium und der Täufer
  • Die Apokalypse des Johannes als Zukunftsurkunde
  • Die Wandlung Christi zum Erdengeist
  • Riten der Zeitenwende 
  • Die Bruderliebe, die selbstloseste Liebe 
  • Entwicklung zur Freiheit
  • Spirituelle Durchdringung des Ich im Zeitalter der Bewusstseinsseele
  • Die Sprache der jüdischen Eingeweihten
  • Zukunftsblick der Eingeweihten
  • Die Zeitschiene der Erdentwicklung
  • Entwicklungszustand «Weiße Kleider» 
  • Jüdische Zahlenmystik
  • Aramäisch in griechischer Übersetzung
  • Vorausgespiegelter Jupiter-Zustand
    Die zwei Menschheitsströmungen der Apokalypse

Die Möglichkeit, historische Begebenheiten, zum Beispiel der Zeitenwende, im inneren Erleben quasi real mit- beziehungsweise nachzuvollziehen, wie sie sich seit dem Auftreten der Wundmale (2004) ergeben hat, befähigte Judith von Halle, von entscheidenden historischen Tatsachen wie ein Augen-zeuge zu berichten. Als seit Jahren mit der Anthroposophie Ver-traute berichtete sie aber nicht nur davon, sondern fasste sie in geisteswissenschaftliche Zusammenhänge. Neben inzwischen 25 Büchern wurden viele Vorträge gehalten und Seminare durchgeführt. Manches in diesen Veranstaltungen inhaltlich Behandelte wurde schriftlich verarbeitet und publiziert – bei weitem aber nicht alles. Der anhaltenden Nachfrage nach Veröffentlichung solcher Vor-träge entsprechend sollen aus der Fülle früherer Vorträge bestehende Nachschriften in einer neuen Reihe herausgegeben werden. Als erster Titel erscheint mit Absicht ein Vortrag, den Judith von Halle im Jahr 2003, 31 Jahre alt, im Rudolf-Steiner-Haus in Berlin über die Apokalypse gehalten hat.
Dass wir die Reihe eröffnen mit diesen Vorträgen, hängt damit zusammen, dass Judith von Halle 2014 bis 2016 in Dornach ein Apokalypse-Seminar durchgeführt hat, in welchem sie in mehr als dreißig Einführungen und Vorträgen eigene Forschungsergebnisse zu den noch immer weitgehend verschlüsselten Inhalten dargestellt hat. Aus dem Kreis der an diesem Seminar Teilnehmenden kam der Wunsch, zu erfahren, was vor mehr als zehn Jahren in Berlin zu diesem Thema vorgetragen worden ist. Da der wesentliche, nämlich geisteswissenschaftliche Anteil ihrer christologischen Bücher beharrlich ignoriert wird – mit der Behauptung, ihre Ergebnisse beruhten auf «somnambulen» Bewusstseinszuständen einer Stigmatisierten, zeigen die Vorträge aus der Zeit vor der Stigmatisation das grundsätzliche, anthroposophisch-methodische Vorgehen, wie es von ihr schon immer gehandhabt worden ist – unabhängig von den später hinzugetretenen Fähigkeiten.