ücher werden hervorgebracht aus dem individuellen Geistesleben der Autoren. Auf dem Büchermarkt erweist sich, ob das Angebot der Nachfrage entspricht. In der Atmosphäre eines freien Geisteslebens gedeiht das wissenschaftliche und das künstlerische Leben, ohne das nichts Neues entsteht. Das Verlagswesen soll Dienstleister des freien Geisteslebens sein. Es hat eine soziale Aufgabe: die individuell hervorgebrachten Produkte, derer die Gesellschaft bedarf, zu prüfen und herauszugeben. So soll im neu gegründeten Verlag für Anthroposophie die soziale Aufgabe in dieser Weise gepflegt werden.

Verlag für Anthroposophie
Blumenweg 3
CH-4143 Dornach 1
Tel. +41 (0)61 703 00 77
Fax +41 (0)61 703 00 76
info(AT)v-f-a.ch
www.v-f-a.ch

Das zentrale Anliegen ist ein christliches: die seelisch-geistigen Bedürfnisse der Gegenwart wahrzunehmen und Autoren zu finden, die auf diese Bedürfnisse einzugehen vermögen, oder, anders gesagt, Autoren, die dies tun, eine in der Außenwelt wahrnehmbare Stimme zu verleihen. Der soziale Gedanke kann Wirklichkeit werden, wenn sich die Anliegen der Leser und die Intentionen der Autoren begegnen.

Das zentrale Ereignis der Menschheitsgeschichte ist ein soziales: das Christus-Ereignis. Dies hat auch in der individuellen Biographie eine zentrale Bedeutung. Die Autorin, deren Bücher den Grundstock des Verlags für Anthroposophie bilden, Judith von Halle, hat dieses zentrale Ereignis auf ganz individuelle Weise erfahren und stellt es geisteswissenschaftlich dar. Die bis dato acht erschienenen Bücher der Reihe «Beiträge zum Verständnis des Christus-Ereignisses» zeugen davon. Die Bedeutung des Christus-Ereignisses zu erkennen, ist das zentrale Anliegen der Anthroposophie. Deshalb fördert der Verlag Autoren, die ihr und ihrem Urheber, Rudolf Steiner, verbunden sind. Aus diesem Grund hängt der Verlag für Anthroposophie auch eng zusammen mit der Initiative der Freien Vereinigung für Anthroposophie, mit deren Dornacher «Filiale» er unter dem gleichen Dach einer ehemaligen Schreinerei eine Heimstatt gefunden hat. Joseph Morel